Tymes Tours, Reiseveranstalter in Temeswar – Timisoara, Rumänien

tymes tours

Reisebüro & Reiseveranstalter in Temeswar
(Timişoara), Rumänien

Rundreisen, Kulturreisen,
Naturreisen und aktive Touren

Bildersammlung: November 2011
Kalender 2012 mit Bildern der Secession (des Jugendstils) in Temeswar / Timişoara

Dezember 2012, Escompte Bank

Eines der Temeswarer Gebäude, die am häufigsten die Bewunderung der Stadtbesucher auslöst (sowie tiefes Seufzen gegenüber ihrem schlechten Zustand) ist das Palais von Max Steiner in der Inneren Stadt, an der Südwestecke des Domplatzes (heute: Piaţa Unirii) erbaut. Einige der Einheimischen kennen es als "gewesener Sitz der Escompte Bank" und dies stimmt tatsächlich (es gab aber hier auch andere Unternehmen, sowie Wohnungen). Dem Max Steiner oder, nach ungarischer Art, Steiner Miksa, gehörte früher eine Fabrik wo "Spodium" (Knochenkohle) und andere (halb)chemische Produkte erzeugt wurden; als er den Betrieb verkaufte, verfügte er über die finanzielle Kraft, um sich binnen wenigen Jahren zwei große Palais zu bauen: eines in dem Stadtteil Fabrik, das andere in der Inneren Stadt, ganz im Herzen der Stadt (und diesem letzteren Palais widmen wir diese Zeilen zu). Die Immobiliengeschäfte florierten im ersten Jahrzehnt des XX. Jahrhunderts. Wissend dass ein Teil der Räume einem Banksitz schon vorreserviert war, suchte sich der Besitzer zwei bekannte Architekten aus Budapest: Komor Marcell und Jakab Dezsö, beide Mitglieder der sog. "Lechnerschule". Kennzeichnend für Ödön Lechner (und seine Anhänger) waren die kurvenreichen, organisch gewachsenen Formen, die abgerundeten Ecken und das diskrete Volumen- und Schattenspiel – es gab ja Vergleichsversuche zu dem katalanischen Architekten Gaudí. Die Escompte Bank hat im allgemeinen das Aussehen eines "Lebkuchenhauses", und dies wurde noch stärker durch die meisterhafte Verwendung der Keramikplatten (türkis, weiß oder violett gefärbt) betont. Die Zsolnay-Keramik wurde nicht nur für das große, bewundernswerte Wappen mit dem Bienenkorb (freilich als Symbol des Bankwesens) benützt, sondern auch auf der Fensterumrahmung und bei anderen Details. In Vergleich zu vielen anderen Secessionsgebäuden in Temeswar, wo allzu "revolutionäre" Merkmale fast vermieden werden, das von Komor und Jakab geplante Palais wirkt gerade als "sezessionistisch", als eine Zäsur gegenüber der klassischen Architektur.

Im Herbst 2011 schafften wir einen Kalender, der repräsentativ für die Bausubstanz der Stadt Temeswar sein sollte. Unsere Bilder wollen besondere Bauten aus besonderen Blickwinkeln fangen – neue Perspektiven über die Baugeschichte Temeswars eröffnen.

Auf der Seite des jeden Monats befindet sich ein großes Bild, das ein Detail eines Denkmals der Secession darstellt. Auf der Rückseite der Blätter gibt es ausführliche Information (auf Rumänisch, Englisch, Deutsch) über das jeweilige Denkmal – diese Infos können Sie nun auch hier lesen.

Diese Kalender schenkten wir unseren Freunden und/oder Kunden. Inzwischen sammeln wir schon weitere Bilder und Themen für den Kalender 2013!

Escompte Bank in der Inneren Stadt in Temeswar Startseite der Bildersammlung Anheuer Palais in der Fabrikstadt, Temeswar Karl Kunz Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Parkstraßenbrücke", heute Decebal-Brücke, in Temeswar Stefanie Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Turbinen", das alte Wasserkraftwerk von Temeswar Wellauer Haus in der Inneren Stadt, Temeswar Lloyd Palais in der Inneren Stadt, Temeswar Vitralien des gew. katholischen Seminars, Temeswar Hitel Bank in der Inneren Stadt, Temeswar das "Pfauenhaus" Romulus Nicolin in der Elisabethstadt, Temeswar Grabstein in dem Fabristädter Friedhof Escompte Bank in der Inneren Stadt in Temeswar


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