Tymes Tours, Reiseveranstalter in Temeswar – Timisoara, Rumänien

tymes tours

Reisebüro & Reiseveranstalter in Temeswar
(Timişoara), Rumänien

Rundreisen, Kulturreisen,
Naturreisen und aktive Touren

Bildersammlung: November 2011
Kalender 2012 mit Bildern der Secession (des Jugendstils) in Temeswar / Timişoara

August 2012, Vitralien des gew. Priesterseminars

Trotz der recht wenig konventionell erscheinenden Ästhetik der Secession, um den Anfang des XX. Jahrhunderts fand die neue Kunstrichtung auch im kirchlichen Milieu einen gewissen Empfang – insbesondere durch die Malerei. Selbstverständlich waren es nicht hochmütige Darstellungen wie bei Gustav Klimmt, aber die klare Handlung der Konturen, mit betonten Pinselstrichen, die feste Grenzen zwischen Farbzonen ermöglichten, erwies sich als sehr günstig für die Glasmalerei. Die Charakteren tragen teure Gewänder mit zahlreichen Falten sowie üppige Haarlocken – es sind ja gewöhnliche Darstellungen der Secession, sowie der gesamten Kunst der 1900er. Die Vitralien der Kapelle des gew. katholischen Priesterseminars zu Temeswar sind irgendwann in der Zeitspanne 1912-1914 vom ungarischen Maler Nagy Sándor in Zusammenarbeit mit dem Glasmeister Róth Miksa geschaffen worden. Gleich wie die Vitralien des Kulturpalastes in Neumarkt (Târgu Mureş) stellen sie wahre Höhepunkte der Kunst der 1900en auf dem Feld der Malerei in Rumänien, dar. Die Themen entstammen aus der Geschichte der Banater Diözese (ursprünglich Csanader Diözese, heuer Temeswarer Diözese), sowie Ungarns oder enthalten verschiedene Szenen mit katholischen Heiligen: Der Heilige Stefan (König von Ungarn) schenkt Essen den Armen (Bild auf dieser Seite, links), Das Martyrium des Hlg. Gerhard (Gründer der Diözese), Papst Leon empfängt Attila, Der Heilige Apostel Petrus, Der Heilige Franciso de Xavier (Hüter der Missionare), Der Heilige Franziskus von Assisi predigt den Vögeln, Der Heilige Aloisius von Gonzaga pflegt die Kranken und Der Heilige Franz von Sales, der Heilige der Sanftmut. Die Glasmalereien hatten ein bewegtes Schicksal. Ursprünglich schmückten sie die Kapelle des Priesterseminars, das Gebäude wurde aber von den kommunistischen Machthabern nationalisiert (verstaatlicht) und wird heute noch von der Temeswarer Medizinuniversität verwendet. Am Zeitpunkt der Verstaatlichung gelang es dem damaligen (geheimen) Bischof Dr. Adalbert Boros die kostbaren Vitralien vor eventueller Zerstörung zu retten indem er sie in die Domkirche bringen ließ; sie blieben dort, versteckt neben der Orgel, über fünf Jahrzehnten. Indessen glaubten alle Kunstkritiker dass die acht berühmte Meisterwerke der Kunst der 1900en für immer verloren waren. Erst nach 1990 wurde ihre Existenz wieder bekannt gemacht, sie sind sorgfältig restauriert worden und ins Bischofspalais eingestellt. Da dürften wir sie auch sehen und fotografieren, und zwar durch das Wohlwollen seiner Exzellenz, Bischof Martin Roos, dem wir dafür dankbar sind.

Im Herbst 2011 schafften wir einen Kalender, der repräsentativ für die Bausubstanz der Stadt Temeswar sein sollte. Unsere Bilder wollen besondere Bauten aus besonderen Blickwinkeln fangen – neue Perspektiven über die Baugeschichte Temeswars eröffnen.

Auf der Seite des jeden Monats befindet sich ein großes Bild, das ein Detail eines Denkmals der Secession darstellt. Auf der Rückseite der Blätter gibt es ausführliche Information (auf Rumänisch, Englisch, Deutsch) über das jeweilige Denkmal – diese Infos können Sie nun auch hier lesen.

Diese Kalender schenkten wir unseren Freunden und/oder Kunden. Inzwischen sammeln wir schon weitere Bilder und Themen für den Kalender 2013!

Vitralien des gew. katholischen Seminars, Temeswar Startseite der Bildersammlung Anheuer Palais in der Fabrikstadt, Temeswar Karl Kunz Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Parkstraßenbrücke", heute Decebal-Brücke, in Temeswar Stefanie Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Turbinen", das alte Wasserkraftwerk von Temeswar Wellauer Haus in der Inneren Stadt, Temeswar Lloyd Palais in der Inneren Stadt, Temeswar Vitralien des gew. katholischen Seminars, Temeswar Hitel Bank in der Inneren Stadt, Temeswar das "Pfauenhaus" Romulus Nicolin in der Elisabethstadt, Temeswar Grabstein in dem Fabristädter Friedhof Escompte Bank in der Inneren Stadt in Temeswar


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