Tymes Tours, Reiseveranstalter in Temeswar – Timisoara, Rumänien

tymes tours

Reisebüro & Reiseveranstalter in Temeswar
(Timişoara), Rumänien

Rundreisen, Kulturreisen,
Naturreisen und aktive Touren

Bildersammlung: November 2011
Kalender 2012 mit Bildern der Secession (des Jugendstils) in Temeswar / Timişoara

März 2012, die "Parkstraßenbrücke"

Wir schließen unsere kurze Führung der Secession in diesem Teil der Stadt mit der ältesten der erhaltenen Brücken Temeswars, ab. Die oberen Benennungen entsprechen den unterschiedlichen ethnischen und / oder geschichtlichen Lagen zu verschieden Zeitpunkten: im Moment der Errichtung der Brücke war Ungarisch die offizielle Landessprache, die meisten Bewohner waren jedoch zweifelsfrei Deutsche, und das Rumänische ist die Sprache heuer – daher ist dieses Denkmal der heutigen Temeswarer nur unter dem offiziellen (und recht ungeschickt gewählten!) Namen "Decebalbrücke" bekannt. Für diesen Bau ist ein monumentales Aussehen gewählt worden, denn er stand auf einer wichtigen Verkehrsader, nämlich auf der Verbindung zwischen "Innerer Stadt" und der einstigen Vorstadt Fabrik. Die Verzierung der Brückensäulen mit Elefantenköpfen muss als Teil der bewussten Suche nach neuen Symbolen betrachtet werden; der Still der 1900er stellte sich vor, eine neue, "mutige" Kunstsprache für relativ gewöhnliche Bauten zu verwenden. Aus technischem Standpunkt aber, war die Parkstraßenbrücke weniger gewöhnlich: der Bauingenieur Mihailich Gyözö (budapester Universitätsprofessor, gebürtig aus Rekasch) sah hier die Brücke aus Betonbalken, mit der längsten Spannweite in Europa damaliger Zeit, vor. Der Architekt war Körössy Albert. Der Bau der Parkstraßenbrücke steht in enger Verbindung mit der Neugestaltung des Flussverlaufs der Bega im Stadtteil Fabrik. Bis zum Anfang des XX. Jhds., im Ostteil der Stadt war die Bega noch in zahlreichen Flussarmen aufgeteilt geblieben, eine Naturlage die jahrhundertelang bewusst erhalten wurde, um die vielen Mühlen in Betrieb zu setzen. Die Fabriker Vorstadt sah also etwa einem wildromantischen "venezianischen Archipel" ähnlich, aus, aber die Wasserstauung für die Mühlen förderte ein hohes Niveau des Grundwassers – die ungesunde Feuchtigkeit der Wände war allgemein in diesem Stadtteil. Gleichzeitig mit der Entfestigung gingen auch radikale Änderungen in der Fabrik vor: die Aufdeckung der Flussarmen und die Gestaltung eines neuen, vereinten Flussbetts für die ganze Wassermenge der Bega. Mit der riesigen Baustelle sind auch drei neue Brücken entstanden – einschließlich der Decebalbrücke. Die anderen zwei fielen den Erneuerungen zu sozialistischer Zeit zu Opfer, die Flachreliefs der Mühlplatzbrücke (wo heute die Mihai-Viteazu-Brücke steht) konnten doch erhalten bleiben. Sie stellen alte Beschäftigungen, die mit der Bega verbunden waren, dar; im oberen Bild sehen wir einen "Sandauswerfer" – diese Menschen holten Sand aus dem Flussbett heraus, am oberen Stadtrand, transportierten es mit ihren Kähnen um es schließlich als Baustoff zu verkaufen.

Im Herbst 2011 schafften wir einen Kalender, der repräsentativ für die Bausubstanz der Stadt Temeswar sein sollte. Unsere Bilder wollen besondere Bauten aus besonderen Blickwinkeln fangen – neue Perspektiven über die Baugeschichte Temeswars eröffnen.

Auf der Seite des jeden Monats befindet sich ein großes Bild, das ein Detail eines Denkmals der Secession darstellt. Auf der Rückseite der Blätter gibt es ausführliche Information (auf Rumänisch, Englisch, Deutsch) über das jeweilige Denkmal – diese Infos können Sie nun auch hier lesen.

Diese Kalender schenkten wir unseren Freunden und/oder Kunden. Inzwischen sammeln wir schon weitere Bilder und Themen für den Kalender 2013!

die "Parkstraßenbrücke", heute Decebal-Brücke, in Temeswar Startseite der Bildersammlung Anheuer Palais in der Fabrikstadt, Temeswar Karl Kunz Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Parkstraßenbrücke", heute Decebal-Brücke, in Temeswar Stefanie Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Turbinen", das alte Wasserkraftwerk von Temeswar Wellauer Haus in der Inneren Stadt, Temeswar Lloyd Palais in der Inneren Stadt, Temeswar Vitralien des gew. katholischen Seminars, Temeswar Hitel Bank in der Inneren Stadt, Temeswar das "Pfauenhaus" Romulus Nicolin in der Elisabethstadt, Temeswar Grabstein in dem Fabristädter Friedhof Escompte Bank in der Inneren Stadt in Temeswar


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