Tymes Tours, Reiseveranstalter in Temeswar – Timisoara, Rumänien

tymes tours

Reisebüro & Reiseveranstalter in Temeswar
(Timişoara), Rumänien

Rundreisen, Kulturreisen,
Naturreisen und aktive Touren

Bildersammlung: November 2011
Kalender 2012 mit Bildern der Secession (des Jugendstils) in Temeswar / Timişoara

Februar 2012, Karl Kunz Palais

Auf der selben Zeile mit dem Anheuer Palais befand sich auch eines der Eigentume der reichen Familie Kunz. Ein anderer Mitglied, der Josef Kunz, besaß schon seit 1892 ein Gebäude in der Nähe. Das Palais von Karl Kunz wurde zwischen 1902-1903 erbaut, wahrscheinlich nach den Plänen von Fodor Gábor. Unsere Vermutung wird auf Stilähnlichkeiten begründet, denn er hat etwa ähnlich verzierte Häuser am eh. Küttlplatz (heute Piaţa A. Mocioni, zwischen den Stadtteilen Elisabeth- und Josephstadt), entworfen. Das Gebäude liegt auf der Ecke des Quartals, somit können wir hier eine der fast zu Obsession getriebenen Ideen des Stils der 1900er: die spezielle Achtung, die den Gebäudeecken gewidmet wurde. Die Ecke hat einen abgerundeten Grundriss, am ersten Stock befinden sich wiederholte Darstellungen von Frauenköpfen mit komplizierten Coiffuren. Leider ging der größte Teil der wertvollen Verzierung verloren: die vier Statuen in Naturgröße vom zweiten Stock, der Löwe am Giebel sowie die üppige Umrandung mit stilisierten Blumen. Das Treppenhaus dagegen ist sehr gut erhalten, und ist kennzeichnend für die Entstehungszeit: die Fußbodenplatten tragen geometrische Motiven, der Handlauf der Treppen besteht aus Eisengittern in extrem eleganter "coup de fouet" Ausführung, die Fenster enthalten einfache, jedoch effektvolle Buntglasstücke; dazu noch, die Eingangshalle ins Treppenhaus ist überraschend üppig verziert – geradezu "flamboyant". Die Umgebung des Hauses verdient aber auch ein Paar Zeilen. Wir befinden uns im Stadtteil (Stadtbezirk) namens "Fabrik", mitten in einem der besterhaltenen "Architekturreservate" im Stil der 1900er auf Kontinentalebene: die Decebalbrücke, der Park (mit dem Zaun, den schönen Eingangstoren sowie der Fassade des eh. Kinos) und die Häuserzeile (die "Palais") auf der Nordseite des Boulevards. Es sind alle entstanden auf dem Gebiet, dass frei geworden ist nach den radikalen Änderungen Temeswars am Anfang des XX. Jhd: Entfestigung und Regulierung des Flussbettes der Bega. Dieses Gelände gehörte früher zur Esplanade der Festung (der "terra non-aedificandi", Terrain wo es Bauverbot herrschte, aus militär-strategischen Gründen). Es gab also kein Bau hier, nur natürliche Flussarme der Bega störten die flache Landschaft; ein solcher Bega-Arm floss vor der Synagoge, und dann nordwärts, dem Ostende der Zeile vorbei. Diese Tatsachen der ersten Jahren des XX. Jahrhunderts sind heute noch in der Architektur lesbar: an der Fassade des Palais von Steiner Miksa (bei Nr. 9; erbaut 1902) ist die Spitze eines Schiffes dargestellt, weiter unter auch der hintere Schiffsteil.

Im Herbst 2011 schafften wir einen Kalender, der repräsentativ für die Bausubstanz der Stadt Temeswar sein sollte. Unsere Bilder wollen besondere Bauten aus besonderen Blickwinkeln fangen – neue Perspektiven über die Baugeschichte Temeswars eröffnen.

Auf der Seite des jeden Monats befindet sich ein großes Bild, das ein Detail eines Denkmals der Secession darstellt. Auf der Rückseite der Blätter gibt es ausführliche Information (auf Rumänisch, Englisch, Deutsch) über das jeweilige Denkmal – diese Infos können Sie nun auch hier lesen.

Diese Kalender schenkten wir unseren Freunden und/oder Kunden. Inzwischen sammeln wir schon weitere Bilder und Themen für den Kalender 2013!

Karl Kunz Palais in der Fabrikstadt, Temeswar Startseite der Bildersammlung Anheuer Palais in der Fabrikstadt, Temeswar Karl Kunz Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Parkstraßenbrücke", heute Decebal-Brücke, in Temeswar Stefanie Palais in der Fabrikstadt, Temeswar die "Turbinen", das alte Wasserkraftwerk von Temeswar Wellauer Haus in der Inneren Stadt, Temeswar Lloyd Palais in der Inneren Stadt, Temeswar Vitralien des gew. katholischen Seminars, Temeswar Hitel Bank in der Inneren Stadt, Temeswar das "Pfauenhaus" Romulus Nicolin in der Elisabethstadt, Temeswar Grabstein in dem Fabristädter Friedhof Escompte Bank in der Inneren Stadt in Temeswar


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