Tymes Tours, Reiseveranstalter in Temeswar – Timisoara, Rumänien

tymes tours

Reisebüro & Reiseveranstalter in Temeswar
(Timişoara), Rumänien

Rundreisen, Kulturreisen,
Naturreisen und aktive Touren

Bildersammlung: Oktober 2011
Infotour im Cernatal
Wandern & Reiten im Cerna-Gebirge

Hauptkamm des Cerna-Gebirges,
Blick nach Norden

Endlich erreichen wir den Gipfel Vlascu Mic (Vlaşcu Mic, 1733) und können das wunderschöne Panorama genießen. Da die Tiefen des Cernatals nicht sehr gut sichtbar sind (die Cerna fließt irgendwo unten, rechter Hand, bei 250-300 M.H.), ist die Ansicht am spektakulärsten Richtung Norden, wo sich die abgerundeten Gipfel und Hochplateaus des Hauptkamms in immer höheren Lagen anreihen.

Der Seitenkamm nach rechts, im hinteren Teil des Bildes, heißt Opleşata. Er ist stark bewaldet, man merkt aber auch den hässlichen, dreieckigen Fleck einer brutalen Abforstung...

Nun, auch wenn diese Gegend wirklich im "hintersten Teil der Welt" liegt, es gibt auch hier Geschichte, sogar in Mengen. Denn im XVIII. Jahrhundert ist im Cernatal die Grenze zwischen Österreicher und Türken festgelegt worden. Da es in jenem Jahrhunderte drei Kriege zwischen den zwei Erzfeinden in diesem Gebiet statt gefunden haben, wechselte die Grenze mit jedem neuen Friedensvertrag entsprechend mit – es gab ein hin und her mit dieser Grenze bis dann endgültig, nach dem Krieg 1787-1789, die Grenzlinie fest gemacht wurde – und so blieb sie bis 1918, als die Habsburgermonarchie in Stücken und Stückchen atomisiert wurde. Die Grenze nach diesem letzten Krieg war schon ziemlich kompliziert: a) auf der unteren Cerna, in der Nähe von Herkulesbad, stand die Grenze auf dem Hauptkamm des Mehedinti-Gebirges (somit gehörten beide Ausläufer den Österreichern); b) auf der mittleren Cerna (wo wir uns mit diesem Bild befinden) wurde die Grenze unmittelbar auf dem Fluss festgelegt – also unten im Tal, ein Ufer war Türkisch, das andere, Österreichisch; c) und, schließlich, auf der oberen Cerna lief die Grenze auf dem Hauptkamm des Cerna-Gebirges (also, beide Ausläufer des Cernatals waren in den Händen der Türken).

Man kann dies besser verstehen indem man sich die alten Karten anschaut. Für das Banat ist die sog. Josephinische Landesaufnahme von kapitaler Bedeutung; diese hochqualitative topographische Vermessung fand in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts statt, und sie zeigt uns detailliert die Sachlage jener Zeit. Der Gegend hier im Bild entspricht die Seite 185 ("Sectio 185") des Sammelbandes fürs Banat. Da merken wir sogar Namen von Flüssen, Bächen und Bergen, manchmal genau positioniert, manchmal nicht so genau – dies dürfte zum Teil den Sprachschwierigkeiten der österreichischen Beamten als Grund haben. Schon der Titel dieser Seite ist ausschlaggebend: "Orsovaer District, Unbewohnte gegenden Längst der Wallachischen-Graniz an Czerna-Fluss". Dann sehen wir die Gipfel "Schlivor" (Zglivăr) und "Flasul Mare" (Vlaşcu Mare), der Seitenkamm Cracu lui Stepăn ist aber falsch als "Flashkcuhel mic" (Vlaşcu cel Mic, der kleinere Vlaşcu) verzeichnet – ein Vlaşcu Mic gibt es tatsächlich, nur nicht hier, sondern auf dem Hauptkamm (dies, glauben wir, haben die Beamten von den Einheimischen nicht richtig verstanden, typisches Problem der Kommunikation). Man merkt auch die Bäche Iauna und "Croiavi" (Craiova, Valea Craiovii), beide fließen in den "Czerna-Fluss" hinein.

Solche Details der Geschichte sind ja bestimmt interessant, und auf dem Thema kann man noch lange plaudern. Wir ersparren aber dem Leser die Qual der komplizierten Details, und laden ihn auf einer Wandertour mit uns: an Ort und Stelle klingen solche Erzählungen viel "saftiger" aus!



Die Karpaten sind in ganz Europa als wilde Berglandschaft, fast ohne Infrastruktur und fast menschenleer, berühmt. Wir als Reiseveranstalter versuchen immer, die (wenig bestehende) Infrastruktur optimal zu benützen, aber wenn man nahe Straßen und Hütten und Hotels bleibt verpassen die Gäste die wildesten – und, oft, die schönsten – Ecken der Karpaten. Das Problem löst man zum Teil, indem die "Infrastruktur" auf der Tour mitgetragen wird. Von Pferden oder Eseln, zum Beispiel.

Künftig wollen wir also Touren veranstalten, wo die Tragtiere das Gepäck transportieren, während die Gäste ohne viel Gewicht am Rücken einfach wandern. Das Cernatal eignet sich bestens für solche Touren, zu den schönen Bergen kommen auch die malerischen Höfe und Weiler, die auf Hochplateaus oder Berghängen verstreut sind.

Fazit: die Tour ist nun machbar, wir erwarten nur noch Anfragen von Ihnen!

Blick vom Vlascu Mic, Hauptkamm des Cerna-Gebirges zum Anfang der Bildersammlung Wappen des Wiener Architektes Wilhelm von Doderer, in Herkulesbad Blick zu Mehedinti-Gebirge, jenseits der Cerna Luminita vom Weiler Cracu Mare, nur noch wenige Kinder im Cernatal das Pferd wird für die Tour vorbereitet Herr Cionca Senior vom Cracu Mare kommt entgegen unser Pferdeführer vom Cernatal Pause mit Blick zum Gipfel Arjana im Cerna-Gebirge, Richtung Hauptkamm Reiten auf dem Hauptkamm vom Cerna-Gebirge Quelle vor dem Gipfel Arjana einfacher Pferdesattel die Kinder von Cracu Mare, einem Weiler im Cernatal die Kinder von Cracu Mare, einem Weiler im Cernatal Aufstieg auf den Gipfel Vlascu Mic Blick vom Vlascu Mic, Hauptkamm des Cerna-Gebirges Abstieg zu einer Schäferhütte, Blick zu Cernatal uralte Schäferhütte auf "Cracu lui Stepan" unser Quartierhaus, eine Schäferhütte vom Cerna-Gebirge Herbstzeit in der Gegend der Cerna Bauernhof im Weiler Iauna, Cernatal ... und eine Hausherrin von Iauna auf dem Bobot-Fels Fleddi der Fledermaus lässt grüßen!


tymes tours ist eine Marke von SC Tymes Globetrotter SRL
Str. Lisabona nr. 7/1A, Timisoara, RO 300603, info@tymestours.ro
Touristik-Lizenz No. 3196/2004